Leben im Steinbruch – „Der Chef“ von Yuri Ancarani

Was alles steht hinter einer Marmorfliese oder einer Travertinplatte?
Das Leben in einem Steinbruch ist nicht immer einfach und manchmal auch gefährlich.
Der junge Filmemacher und Künstler Yuri Ancarani erzählt in seinem Kurzfilm mit dem Titel „Der Chef“ davon. Der 2010 entstandene, 15 minütige Dokumentarfilm wurde in verschiedenen, renommierten Filmfestivals und Museen in Italien und in anderen Ländern gezeigt, unter anderem im Maxxi von Rom, in der Fondazione Sandretto Re Rebaudengo von Turin und im Museum R.Solomon Guggenheim von New York.

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Hier ein Auszug aus dem Film

Der Künstler erzählt anhand von Nahaufnahmen, langen Einstellungen, Blicken und Gesten von dieser Arbeit.

Vor allem über die Gesten wird die Aufmerksamkeit des Zuschauers vereinnahmt, mit denen eindrucksvoll und ohne Worte kommuniziert wird. Der Chef verteilt die Befehle an seine Männer und an die Maschinen wie ein erfahrener Orchesterdirigent.

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Das Szenarium, in dem sich der Chef bewegt sind die Apuanischen Alpen, eine Landschaft aus Bergen, staubigen Wegen, jungfräulich weißen Steinbrüchen und eine Atmosphäre wie auf dem Mond.

Die feinfühlige und zurückhaltende Beobachtung der Gesten durch die Kamera zeigen uns eine andere Perspektive der Arbeit, die üblicherweise als hart, schmutzig und roh eingeschätzt wird. Die Leichtigkeit der Befehle stehen im Kontrast mit der Schwere der Marmorblöcke.

Das Ergebnis ist das Portrait eines Mannes, der Chef, der intelligent und mit wenigen, kaum wahrnehmbaren Gesten riesige Blöcke aus Marmor zu bewegen im Stande ist.

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