Eine Givenchy-Boutique in Seul mit Marmorakzenten

Die Boutique von Givenchy befindet sich im Shopping District Gangnam-Gu, und präsentiert sich als große Blackbox, geschaffen vom Mailänder Architekturbüro Piuarch, das sich an die Optical Art anlehnt und als Aushängeschild eine szenische Stahl- und Glasfassade geschaffen hat.

Das Gebäude erstreckt sich über 400 Quadratmeter und vier Ebenen, auf denen die Herren- und Damenkollektion sowie Accessoires ausgestellt werden.

Givenchy-flagship-store-seulDie Fassade besteht aus wellenförmigen Stahlpaneelen, deren geschliffene Oberfläche das einfallende Licht reflektiert. Jedes Paneel wurde in einer unregelmäßigen Form ausgearbeitet, das auf eigentümliche Weise das Licht auf dessen Fläche reflektiert.

 

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Kleine Perforierung im Material ermöglichen dem Licht, auch ins Innere der oberen Stockwerke vorzudringen. Die Fassade stellt einen Bezug auf die vom italienischen Künstler, Enrico Castellani, in den 60er Jahren angewendete Texturen her und erreicht optische Effekte, wie sie in der jüngsten Kollektion des Maison zu sehen ist.

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Das Gebäude ist streng geometrisch mit strikten minimalistischem Innenbereichen, die das Image der Marke widerspiegeln. Die Fassade ist wie eine zweite Haut, die sich als Ausdruck der urbanen Identität über das Gebäude zieht und sich als Ausdruck des charakterisierenden “T”-Schnitts des französischen Modehauses auf einer Wand aus goldfarbenem Messing unter der Metallfassade präsentiert.

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Das Konzept der Innenbereiche stützt sich auf den Einsatz verschiedenster Materialien: Calacatta-Marmor, Salanoir, Basalt werden mit verschiedenen Elementen kombiniert und verbinden sich zu einem eleganten und gleichzeitig zeitgenössischen Geist. Die Schaufensterpuppen schweben zwischen Decke und Boden, damit sie von jedem Winkel angeschaut werden können.

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Die Accessoires befinden sich auf Ablagen vor Spiegelwänden, während Holz-Trennwände die Abteilung optisch von der Kleiderkollektion trennen.

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Der interne Treppenbereich ist das Highlight der Innenarchitektur: Die mit Sahara Noir Marmor verkleidete Treppe scheint sich von den Wänden losgelöst zu haben.
Auf den Böden ist Fischgrät-Parquett verlegt, während die Wände mit weißem, grau geadertem Calacatta-Marmor verkleidet sind.

Die Architekten beschreiben ihr Projekt als einen hyper-minimalistischen Raum, der die Themen des Modehauses widerspiegelt.