Struktur aus weißem Marmor für die Kollektion Yvon Lambert

Diese Renovierung wurde vom Architekturbüro Berger&Berger durchgeführt, das drei neue Bauelemente an zwei Gebäude des 18. Jh. in Avignon angefügt hat.

In einem dieser Gebäude war der Ausstellungsbereich mit der Sammlung des Galeristen Yvon Lambert untergebracht, der 1960 mit der Sammlung zeitgenössischer Kunst begonnen hatte, unter anderem mit Werken von Cy Twombly und Donald Judd.

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Lambert hat später die gesamte Kollektion dem Staat geschenkt, die mittlerweile für den ursprünglichen Raum im Hôtel de Caumont zu groß geworden war. Berger & Berger wurde damit beauftragt, sowohl dieses Gebäude als auch das nahe Hôtel de Montfaucon zu renovieren.

Um die beiden Bauten miteinander zu verbinden hat das Büro aus Paris drei neue, fensterlose Bauelemente entworfen. Dabei sollten neue Ausstellungsräume geschaffen werden, wobei der historische mit dem modernen Stil konfrontiert wurde. Die erste der drei Bauerweiterungen ist ein Atrium, dass die beiden alten Fassaden miteinander vereint. Die Konstruktion wurde in weißem Beton ausgeführt.

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Das Büro Berger&Berger der Brüder Cyrille und Laurent, von denen der erste Architekt und der zweite Künstler ist, hat dieses Projekt umgesetzt, bei dem geometrische Räume und verschiedene Atmosphären geschaffen wurden, in denen großzügige Galerien mit Sonnenlicht und andere mit Kunstlicht entstanden.
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Die erste der drei Bauerweiterungen ist ein Foyer, dass die beiden alten Fassaden miteinander vereint. Die Wände dieses Bauteils aus weißem Beton sind aus Marmor. Eine Treppe, die sich spiralförmig durch die Mitte des Raums windet, bildet dem Rahmen eines Okulus an der Decke. Da der Raum keine Fenster besitzt, dringt das Sonnenlicht nur von oben ein, während fluoreszierende Röhren zusätzliche Lichtbögen schaffen.

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Die vorherrschende Farbe Weiß dieses Projekts stellt keinen architektonischen Stil dar, sondern ist vielmehr „physikalische Eigenschaft“, um das Licht zu reflektieren. Die neutrale Architektur verwendet einfache, geometrische Formen, mit denen im Museum Räume geschaffen werden, die Reflexionen ermöglichen.

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Im ersten Hôtel de Montfaucon konnten die Architekten einen neuen, großen Ausstellungsbereich realisieren. Dieser L-förmige Raum füllt des gesamten 1. Stock des Gebäudes aus und liefert ca. 400 m² Fläche, der bis zur Galerie in der Baueinheit daneben führt. Weitere Ausstellungsflächen wurden in drei großen Sälen des Soutterain gewonnen, die jetzt lichtempfindlichen Ausstellungsstücken, wie Fotografien und Skizzen, vorbehalten sind. Außerdem befindet sich auf der selben Ebene ein Auditorium für Konferenzen und Filmvorführungen.

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Die Collection Lambert en Avignon wird im Dezember 2015 mit einer großen Ausstellung über Andres Serrano wiedereröffnet. Das Bauwerk verfügt heute über eine Fläche von mehr als 6000 m² – das Doppelte als vorher.