Fassaden aus Stein in der Architektur von heute

Naturstein ist seit jeher eines der geeignetsten Materialien für die Verkleidung von Fassaden.
Ursprünglich wurde das statische Gefüge eines Gebäudes aus Steinquadern hergestellt, die dem Bau seine Stabilität gaben aber gleichzeitig auch die Ästhetik bestimmten.

Rockresort di Laax in Svizzera 1
Rockresort in Laax in der Schweiz

Heute wird das statische Gefüge von unabhängigen Bauteilen aus Stahlbeton oder Stahl übernommen. Wände aus Isoliermaterial “versiegeln” die Gebäude und entsprechen so den heutigen Bedürfnissen der Wärmedämmung, wenn auch nicht der baulichen Belastung.
Die Außenseite der Gebäude ist generell verputzt und dadurch leicht farblich zu gestalten, wodurch dem Gebäude schnell ein fertiges Aussehen gegeben ist.
Und obwohl es zahllose andere Möglichkeiten für die Fassadengestaltung gibt, nimmt man gewöhnlich an, dass der Putz die einfachste und die günstigste Alternative darstellt. Möglicherweise ist das der Fall, wenn man die Sache kurzfristig betrachtet. Man sollte allerdings auch daran denken, dass eine Fassade alle 10 bis 15 Jahre zumindest neu gestrichen, oft sogar neu verputzt werden muss. Diese Arbeiten sind an sich schon teuer, wobei der Gerüstbau, der in den meisten Fällen noch hinzukommt, die Kosten erheblich steigert.

Wenn man sich für eine Fassadengestaltung in Naturstein entscheidet, ist das eine Investition, die zunächst leicht höhere Ausgaben erfordert. Aber danach hat man keine weiteren Kosten mehr für die Instandhaltung und Renovierung aufzuwenden. Stein verwittert nicht in wenigen Jahren und wenn eine Steinfassade nach den Regeln der Kunst eingebaut wurde, hat sie eigentlich kein “Fälligkeitsdatum”. Mit einer Steinfassade bekommt das Erscheinungsbild eines Gebäudes eine flexible und vielseitige Präsenz.

Hinzu kommt ein weiterer Vorteil, denn man kann hinterlüftete Steinfassaden montieren, bei denen ein Luftbereich zwischen der Bausubstanz und der Fassade gelassen wird, die zusammen mit den Isoliermaßnahmen die Wärmedämmung eines Gebäudes erheblich optimiert.
Zahlreiche Beispiele finden sich zu diesem Thema.

Eines davon ist das Rockresort in Laax in der Schweiz, ein Hotelkomplex am Fuße der Berge gelegen, die Wanderer und Skifahrer anziehen. Seine Fassaden sind vollständig mit dort abgebautem Quarzit verkleidet, der auf schmale Leisten unterschiedlicher Stärke geschnitten ist und an der Außenseite unbearbeitet und roh behauen belassen wurde.
Die Gebäude fügen sich optimal in ihre Umgebung ein und haben eine höchst ansprechende ästhetischen Wirkung.
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Rockresort in Laax in der Schweiz
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Rockresort in Laax in der Schweiz

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Rockresort in Laax in der Schweiz

Den gleichen Stein hat der bekannte Schweizer Architekt bei den Thermalbädern in Vals verwendet, sowohl im Innen- als auch im Außenbereich. Das Ergebnis seiner Arbeit ist von ungewöhnlicher Ausstrahlung.

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Thermalbäder in Vals
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Thermalbäder in Vals

Travertin ist ebenfalls ein Stein, der sich bestens für die Fassadenverkleidung eignet, sowohl als hinterlüftete Fassade als auch in der einfachen Ausführung, bei der lediglich die Steinplatten auf die dafür vorbereitete Bausubstanz geklebt werden, wobei nur noch ein paar Regeln der Verlegekunst beachtet werden müssen.
Die Widerstansfähigkeit dieses Naturmaterials gegen Witterung und Klima ist seit Alters her bekannt (man denke nur an das Kolosseum, den Petersdom in Rom und tausende andere historische Bauten aus Travertin), und die Vielseitigkeit zur gestalterischen Definition ist endlos, da Travertin in einer Vielzahl von Farben in der Natur vorkommt.

Im folgenden Beispiel hat der Architekt Leonardo Mannini  die Fassade eines Wohngebäudes vollständig mit dunklem Pietra di Rapolano verkleidet. Der Stein war zu unterschiedlich breiten Steinstreifen geschnitten und in verschiedenen Farbnuancen wieder zusammengesetzt worden.
Den selben Effekt könnte man sich auch ins eigene Bad holen, und zwar mit den Mosaikmatten Strips.

Arch. Mannini a Sesto Fiorentino 3
Architekt Leonardo Mannini

Arch. Mannini a Sesto Fiorentino 2
Architekt Leonardo Mannini
Arch. Mannini a Sesto Fiorentino 1
Architekt Leonardo Mannini

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