Lateinamerikanisches Flair von Sebastian Mariscal

Der Name von Sebastian Mariscal steht hinter dem Projekt Pio Pio Restaurant: Ein Restaurant mit lateinamerikanischer Küche, das in ein bereits vorhandenes Gebäude auf der 10. Avenue in New York eingefügt wurde.
Das Viertel zeichnet sich durch schnelle Veränderung aus und in jeder Ecke gibt es ein Lokal. Um eine szenische Wirkung zu erzielen, hat der Urheber in diesem Projekt einen Parcours kreiert, der den Besucher durch mehr als 480 Quadratmeter führt.

Der Grundriss in L-Form ermöglicht neben dem Hauptspeisesaal eine Einteilung in kleinere Bereiche. Auf diesem Parcours, bei dem das Material eine starke Wirkung ausübt, geht man von New York in eine Atmosphäre über, die von den typischen Farben und Aromen Lateinamerikas durchdrungen ist.

weißer Marmorboden im Restaurant in New York

Kaum ist man zum Eingang hereingekommen, steht man einem weißen Marmorblock gegenüber, der als Theke dient und abgehoben in die Holzwand aus recycelten Brettern eingeklemmt zu sein scheint.
Im ersten Saal befinden wir uns dann vor einer Wand, die mit denselben Recycelbrettern vertäfelt ist und einer enorm langen Theke davor, die aus einer einzigen Marmorplatte gefertigt ist.
Geht man dieser Theke entlang, erreicht man an deren Ende den Hauptgästesaal des Restaurants, ein Raum mit doppelter Höhe, der ganz mit Holz ausgekleidet und schwach beleuchtet ist.

Pio Pio restaurant in new york, entworfen von sebastian mariscal architect

Der Architekt dieses Projekts hat sich hier für schlichte und bescheidene Materialien entschieden, wie Zement, Holz und Stein. Die Zweige der Ocotillo-Pflanze wurden in einer Ranch in Mexiko gesammelt und fünf Monate lang in der Sonne getrocknet.
Die Mischung aus Materialien, Texturen und Farben, die durchaus im Kontrast miteinander stehen können, schafft eine eigenwillige und einladende Atmosphäre, die Hand in Hand mit den angebotenen Gerichten geht.

Der Parcours im Restaurant ist auch durch die horizontale Bewegung der Holztische vorgegeben, die richtungsweisend angeordnet sind. Der gewollt „leere“ Raum ist ein Beispiel dafür, wie Design auch ohne grafische Elemente kommunizieren kann.