Tipps für Ihre Wände: Naturstein oder Feinsteinzeug?

Sollten Sie Ihr neues Bad oder Ihre neue Küche zu gestalten, haben Sie, als ersten wichtigen Schritt, die Wahl zwischen Wand- und Bodenfliesen aus Naturmaterialien oder künstlichen Produkten zu treffen.

Zweifellos haben die Materialien der Natur wie Marmor, Travertin, Stein oder Holz eine größere Ausstrahlung, aber der Zweifel an ihrer Beständigkeit und ihrer einfachen Pflege, ihre Kosten bremsen so manche Entscheidungsfreudigkeit.

Versuchen wir einmal, von allen Gesichtspunkten zu beleuchten, welches Material vorteilhafter, praktischer, logischer und preiswerter ist.

Wenn man eine Wohnung saniert oder ein Haus baut stellt man sich einer beträchtlichen finanziellen Ausgabe; dabei möchte man natürlich nicht bei Anlagenbau, Bausubstanz und Wärmedämmung sparen.
An die Bearbeitung der Flächen kommt man zum Ende des Bauvorhabens, wenn der Großteil des Geldes bereits ausgegeben ist und sich die finanziellen Mittel erschöpfen. Und dann versucht man, bei dieser Schlussbehandlung der Wohnung zu sparen.
pietre-di-rapolano-materiali-naturali-legno-pietra-travertinoNaturmaterial, wie Holz, Stein, Marmor sind in der kollektiven Vorstellung als schön aber auch sehr teuer vorhanden. Daher möchte man erst gar nichts von ihnen wissen!

Aber Vorsicht! Das Material der Endbearbeitung gibt schließlich Ihrem Ambiente sein Gesicht: Die Verlegung von Rohren und die Bausubstanz, die oft sehr teuer sind, haben Sie optimal gestaltet (so muss es auch sein), aber man sieht davon nichts!
Die Böden und Wände bleiben aber für viele Jahre in Ihrem Blickfeld, begleiten Sie durch Ihr Leben, Ihre Kinder wachsen darin auf. Lohnt es sich wirklich, bei dem Teil zu sparen, der Ihr Leben später in Ihren Räumen am meisten beeinflusst?
Wenn es die finanziellen Mittel nicht mehr zulassen, dann sollte man dieses Kapitel natürlich abschließen, andernfalls könnte es schon Sinn haben, das Thema ein wenig zu vertiefen. Sehen Sie dazu:
VORSCHLAG Nr. 1
Nicht „von vornherein“ bei der Endausarbeitung sparen. Sie wird Sie viele Jahre lang begleiten und verleiht Ihrer Wohnung den Charakter, den Sie wünschen. Daher sollten man gut prüfen, was finanziell möglich ist!
VORSCHLAG Nr. 2
Suchen Sie nie Fliesen aus Feinsteinzeug mit Dekor, Mustern, geometrischen Figuren oder kräftigen Farben.
Dekor, Muster, Farben entsprechen einer momentanen Vorliebe, die an einen kulturellen/geschichtlichen Zeitraum oder an eine Mode gebunden ist. Aber Böden und Wände müssen einen längeren Zeitraum überdauern, daher ist es wichtig, keinen Dekor zu wählen, dessen man bald wieder müde ist.
Mit Feinsteinzeug werden mehr oder weniger perfekte „Kopien“ von Holz, Marmor und Travertin hergestellt. Naturmaterial ist keinen Moden unterworfen, da es Teil unseres kulturellen Fundaments bildet, unabhängig von Moden, Stilen und Epochen. Daher:
VORSCHLAG Nr. 3
Wenn es denn Feinsteinzeug sein soll, dann solches, das Naturmaterial imitiert.
Fällt die Wahl auf Keramik, seien Sie vorsichtig, dass der Boden ein natürliches, zufälliges Aussehen des imitierten Materials darstellt. Die minderwertigen Fliesen haben oft ein recht gleichmäßiges Muster, dass sich nach einer bestimmten Anzahl von Platten wiederholt. Die besseren Bodenplatten bieten immer unterschiedliches Dekor, wie in der Natur. Das minderwertige Material stellt nach wenigen Stücken oft das gleiche Muster wieder zur Verfügung. Die Wirkung eines solchen Bodens ist zwar angenehm, aber man erkennt die Absicht.
Daher sollten Sie sich beim Kauf die Art der Wiederholung zeigen lassen, um den Eindruck insgesamt einzuschätzen. Daher:
VORSCHLAG Nr. 4
Bei Keramikfliesen, die Naturmaterial imitieren, auf ihre Wiederholungen hin prüfen. Eigentlich sollte es keine Wiederholungen geben, oder höchstens sehr, sehr wenige.
Auf dem Markt wird viel Feinsteinzeug angeboten, auch aus dem Ausland, die verhältnismäßig günstig sind. Wir sollten das berücksichtigen.
Wenn wir aber im Inland hergestelltes Material verwenden wollen, müssen wir oft mit höheren Preisen rechnen.
Die Industrie im Bereich Marmor, Stein im Allgemeinen und Travertin hat in den letzten Jahren große Fortschritte bei der Produktion von Boden- und Wandfliesen gemacht.
pietre di rapolano lavorazione produzione travertinoDieser Fortschritt hat die Kosten des Endprodukts dieses Materials erheblich gesenkt.
In Bezug auf Holz gibt es importierte Naturprodukte, deren Preise wirklich wettbewerbsfähig sind.
Durch diese Entwicklungen haben wir heute Preise von Naturmaterialien, die den künstlich hergestellten sehr nahe kommen, und manchmal sogar deren Kosten unterbieten!
Im Angebot von Pietre di Rapolano gibt es wunderbaren Travertin, der sich durch eine reiche Farbpalette und Zeichnung auszeichnet, und der mit mittelmäßigem Feinsteinzeug preislich problemlos mithalten kann.
Dies hat nichts mit minderer Qualität zu tun, sondern wird durch die Produktionsprozesse erreicht, die, technisch ausgereift, hohe Produktionszahlen erreichen, die wiederum zu einer Preissenkung führen. Aufgrund dieser Überlegungen:
VORSCHLAG Nr. 5
Gehen Sie nicht von vorne herein davon aus, dass Naturmaterial teurer ist als künstlich hergestelltes. Prüfen Sie die Preise aller für Sie interessanten Materialien!
Ein weiteres Argument, das sich gegen die Verwendung von Naturmaterialien wie Holz, Marmor und Naturstein aussprach, war die schwierige Verlegung, die besonderes Fachwissen und höhere Einbaukosten voraussetzte im Vergleich zu den künstlichen Produkten. Früher war dies vielleicht sogar wahr: Holz zum Beispiel musste nach dem Verlegen geschliffen und lackiert werden. Die vielen Arbeitsschritte berechtigten die höheren Kosten für die Verlegung. Heute sind aber viele Holzböden vorgefertigt, d.h. schon lackiert, anpassbar und mit einem einfachen Klick zusammenzustecken, wobei nicht mal mehr unbedingt ein Fachmann notwendig ist.
Gleichermaßen musste man bei der Herstellung von maßgefertigten Marmorplatten oft mit Unterschieden in der Plattenstärke von 3-4 mm rechnen.
Dadurch wurde das Verlegen von Marmor oft zu einem kleinen Kunstakt, der unbedingt von Facharbeitern auszuführen waren, die den Marmor in Kalkbetten verlegte, mit dem die Unterschiede ausgeglichen werden konnten. Manchmal waren diese Unterschiede oft nach dem Verlegen noch wahrnehmbar, weshalb die Flächen noch geschliffen und poliert werden mussten.
Auch hier stellte der Kostenfaktor der Verlegung ein deutliches Hindernis dar.
pietre-di-rapolano-travertino-messa-in-posa-Heute aber werden Platten aus Marmor, Travertin und Naturstein mit ausgereiften, industrialisierten Systemen hergestellt und haben einheitliche Dicken: Dadurch können sie einfach mit einem Mörtel oder Kleber verlegt werden – und nicht mit Kalk – was ein Facharbeiter mit mäßigem Können durchführen kann, ohne dass die Preise deshalb in die Höhe gehen müssen.
Außerdem gibt es auch vorgefertigte Steinfliesen, weshalb nach dem Verlegen keine weiteren Arbeitsschritte mehr notwendig sind. Und noch etwas: Mit einer normalen Trennsäge ist Travertin viel leichter zu schneiden als Feinsteinzeug, das durch seine Härte leicht zerspringt oder abplatzt, wenn das Werkzeug nicht optimal ist. Dies trägt sogar zu einer Preisvergünstigung bei der Verlegung von Naturmaterialien bei.
Daher der:
VORSCHLAG Nr. 6
Erklären Sie den Fachbetrieben, bei denen Sie Preisvoranschläge für die Verlegung einholen, dass Sie über die heutigen Eigenschaften von Marmor / Stein / Travertin / Holz durchaus im Bild sind, bei denen keine erhöhten Kosten im Vergleich zu künstlich hergestelltem Material erforderlich sind.

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Abschließend haben wir also festgestellt, dass die Kosten zwischen Naturmaterial und künstlich hergestelltem Material, sowohl in Bezug auf Materialkosten, als auch auf die Verlegung gar nicht so unterschiedlich sind, und dass Material mit natürlichem Aussehen schöner ist, länger hält und ein Ambiente länger ansprechend erscheinen lässt, weil es keinen Moden unterworfen ist.

pietre di rapolano materiali naturali legno pietra travertinoEs bleibt uns also nur noch die Wahl zwischen einem Imitat oder dem Original.
So dahingestellt scheint die Antwort selbstredend, aber so einfach ist es nicht: Künstlich hergestelltes Material, das das Original gut reproduziert, kann durchaus die ästhetische Wirkung von Naturmaterial haben, ohne deshalb negative Aspekte aufzuweisen.
Naturmaterialien sind in Bezug auf Einflüsse von außen sicher empfindlicher als ihren Kopien, da sie „lebendig“ sind und auf ihre Umwelt und Beanspruchungen stärker und mit größeren Veränderungen reagieren.
Persönlich finde ich, dass diese Veränderung dem Material eine neuen Zauber verleihen, wenn er etwas von seiner „Geschichte“ zeigt, die an ihm vorübergegangen ist.
Wenn man an abgenutzte Kirchenböden denkt, an das blanke Holz in alten Hütten oder an leicht ausgehöhlte Treppenstufen, nimmt man die vergangene Zeit wahr. Aber erscheinen sie uns deshalb aber hässlich, oder eher voller Geschichte, zeitlos, warm und einladend?
Jetzt kommen wir zur endgültigen Entscheidung. Jeder muss nun für sich entscheiden, auf der Grundlage seiner Prioritäten.
Sollten wir Sie überzeugt oder zumindest neugierig gemacht haben, Pietre di Rapolano erwartet Sie!
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